Mittwoch, 21. Juni 2017

Gänseblümchensalbe

Er liebt mich, er liebt mich nicht, er liebt mich... wie oft habe ich als Kind Kränze aus Gänseblümchen geflochten, oder die einzelnen kleinen Blütenblätter abgepflückt und dabei das Gänseblümchen als Liebesorakel benutzt. Im Garten fällt es regelmäßig dem Rasenmäher zum Opfer und wächst innerhalb kürzester Zeit wieder ganz tapfer nach. Dabei ist es eigentlich zu schade um die kleinen Blüten, denn in ihnen steckt so einiges an Kräuterkraft, und essbar sind sie auch.


Man kann sie als Tee trinken, um im Frühjahr wieder Kraft zu bekommen, sie helfen bei Erkältungen, lassen sich als Dekoration für den Salat verwenden, und eine Tinktur aus den Blüten wirkt reinigend und entzündungshemmend für die Haut. In Gänseblümchen stecken auch ätherische Öle, weswegen man sie zum Räuchern verwenden kann. 


Aber diesmal wollte ich mal etwas anderes ausprobieren. Ich benutze schon seit einigen Jahren ausschließlich Naturkosmetik und komme damit sehr gut klar. Außerdem ist es ein gutes Gefühl, zu wissen, dass ich mir kein Erdöl ins Gesicht schmiere und dass für meine Cremes keine Versuche an Tieren gemacht wurden. Noch schöner finde ich es, meine Kosmetik selbst herzustellen. Badesalz mit selbstgesammelten Kräutern und selbstgemachte Deocreme gehören für mich dazu, aber diesmal wollte ich mich mal an Gänseblümchensalbe versuchen. Das Rezept ist ganz einfach, und man kann es natürlich auch mit anderen Kräutern verwenden. Gänseblümchensalbe wirkt wundheilend und hilft bei trockener Haut, außerdem soll sie bei Gliederschmerzen helfen.  Ich habe direkt mal ein bisschen mehr gemacht, damit ich etwas davon verschenken kann. Man braucht: 

500 ml gutes Öl (ich habe Sonnenblumenöl verwendet), vier bis fünf Hände Gänseblümchenblüten, 50 Gramm Bienenwachs, evtl. ätherisches Öl zum Beduften.

Die Gänseblümchen müssen dann erstmal drei bis vier Wochen in einem Schraubglas an einem sonnigen Ort ziehen. Das Glas wird jeden Tag einmal kurz geschüttelt, damit alles mit Öl bedeckt ist und nichts schimmeln kann. Danach wird das Öl von den Blümchen befreit und zusammen mit dem Bienenwachs langsam in einem Topf erhitzt. Wenn sich alles miteinander verbunden hat, kann man noch ein wenig ätherisches Öl hinzugeben, wenn man mag. Ich hatte hier noch Öl von der Zitronenmelisse, das fand ich ganz passend. Und nun kann man die Salbe auch schon mit einem Trichter in kleine Gläschen oder Tiegel füllen. 


Bevor man die Gläser zuschraubt, muss die Salbe vollständig abgekühlt sein, damit sich kein Kondenswasser bildet. Und fertig! 


Ich benutze die Salbe regelmäßig für Hände und Unterarme und bin sehr begeistert davon. Meine Salbe hat jetzt durch die Zitronenmelisse einen leicht zitronigen Geruch, schön sommerlich <3

Und heute ist es ja auch schon wieder soweit, die Sommersonnenwende, der Höhepunkt des Jahres. Ab jetzt wird es wieder ganz langsam dunkler. Aber erstmal ist Zeit, den Sommer zu genießen.
Einen wunderschönen Sonnenwendtag wünsche ich euch 🌞


verlinkt bei EiNaB , Upcycling

Samstag, 17. Juni 2017

15 Fakten über mich und Tiere

Bei meinem Post über Greyfriars Kirkyard vor einem halben Jahr war ich auf die Linkpartys der lieben Astrid von Le monde de kitchi aufmerksam geworden und hatte mir eigentlich vorgenommen, mal öfter dort mitzumachen. Auch diesen Monat gibt es wieder ein schönes Thema: 15 Fakten über mich und Tiere. Und fünfzehn Fakten sollte ich eigentlich ganz gut zusammenkriegen, denn es fing schon ziemlich früh tierisch an.
1. Ich bin mit Hunden aufgewachsen, es gab eigentlich keine Zeit, zu der wir keinen Hund hatten.


Das auf dem Bild ist Jessy, unsere Boxerhündin, danach kam ein Rottweiler, der uns lange ein treuer Begleiter war. Als ich dann erwachsen war, wollte ich natürlich auch einen eigenen Hund haben. Leider fanden die Vermieter meiner ersten eigenen Wohnung die Idee nicht so toll, aber ein paar Jahre später, in einer neuen Wohnung, sollte es dann doch noch passen und Dara ist zu uns gezogen. 
2. Meine große Hundeliebe ♥ Sie ist immer dabei, sie bringt uns zum lachen, frisst uns die Haare vom Kopf, sorgt dafür, dass ich regelmäßig draußen bin, beschmust uns regelmäßig und ist einfach nur toll :)


War sie nicht süß? Ist sie natürlich immernoch, aber damals war sie so klein!

3. Aber es gab als Kind nicht nur Hunde für mich, auch Schnecken fand ich ganz toll. Sie durften bei mir in einer gemütlich eingerichteten Plastikbadewanne wohnen und wurden regelmäßig mit Salat verwöhnt. Nachts sind die Schnecken leider meistens geflüchtet... Aber auch heute finde ich Schnecken noch toll.


4. Vor ein paar Jahren habe ich drei in die Jahre gekommene Rattenmännchen aufgenommen. Sie haben nicht mehr lange gelebt, aber die Zeit war sehr schön. Ratten sind wirklich liebe und treue Tiere, und werden leider oft verkannt. 

5. Kurze Zeit nachdem wir in unser eigenes Häuschen eingezogen sind, hat mein Mann einen Hühnerstall in den Garten gebaut, und mittlerweile wohnen dort dreizehn Hühnchen. Sie versorgen uns mit Eiern und mit einer lustigen Geräuschkulisse im Garten. Jedes Huhn hat seinen eigenen Charakter, es gibt Draufgänger, ganz scheue und ganz zahme. Aber neugierig sind sie alle.


6. Mit Aquaristik hatte ich noch nie viel am Hut, aber mittlerweile leben auch noch drei Axolotl bei uns. Wir haben sie über ein Anzeigenportal im Internet gefunden und aufgenommen. Axolotl sind ziemlich pflegeleicht, sie fressen sogar aus der Hand. Ich finde, sie sehen aus wie kleine Drachen. 
Auf dem Bild ist Alvar, das Männchen, zu sehen. Die beiden Damen sind weiß.


7. Es gibt nur wenige Tiere, die ich nicht mag. Mit Spinnen habe ich mittlerweile meinen Frieden geschlossen, Mücken mag ich nicht, aber Zecken kann ich gar nicht leiden. Wer hat sich die nur ausgedacht? Im Sommer läuft bei mir leider immer ein wenig die Angst mit, mir im Wald mal wieder eine Zecke einzufangen. Aber wenigstens gegen FSME kann man sich ja impfen lassen, das steht auch noch auf meiner To-do-Liste.

8. Andere Insekten machen mir soweit nichts aus, ich freue mich über jede Biene und jeden Schmetterling. Auch Nachtfalter mag ich sehr gern. Auch wenn sie eine Vorliebe für Kleiderschränke haben, finde ich Motten unheimlich faszinierend. Sogar meine allererste Kerzenscheibe ziert eine Motte. Damals hatte ich das Motiv für einen Swap entworfen.


9. Als Kind habe ich ein paar mal Urlaub auf dem Ponyhof gemacht, das war immer sehr toll und ich habe ein bisschen reiten gelernt. Aber wenn ich mich heutzutage nochmal auf ein Pferd setzen würde, könnte ich für nichts garantieren.

10. Tiere sind ein guter Grund, meine Kamera ständig mitzunehmen. Ich liebe es, Waldtiere zu fotografieren und freue mich immer, wenn mir eins über den Weg läuft. Der Tag kann total blöd gewesen sein, aber wenn mir dann beim abendlichen Spaziergang auf einmal ein Reh gegenüber steht, ist er gerettet.



11. Mittlerweile brenne ich regelmäßig Waldtiere auf Holz und verschicke die Stücke in die ganze Welt. Zuletzt war es ein Fuchs, der über mein Birkenholz gewandert ist.


12. Auch Vögel beobachte ich immer sehr gern. Ich stelle mir dann vor, wie es wäre, so hoch über allem dahinzugleiten. Besonders Raben und Krähen haben es mir angetan, sie sind unheimlich intelligent, ich verbinde sie mit dem Herbst und mag dieses Geheimnisvolle, das sie mit sich bringen. Erst vor kurzem habe ich noch ein schönes Foto machen können von dem geflügelten Bewohner in unserem Garten.


13. Fun Fact. Eines schönen Sommers, als es sehr sehr warm draußen war, und wir beide ganz neidisch den Hund beobachteten, wie er fröhlich in den Teich im Wald hüpfte, haben wir es ihm einfach nachgemacht. Aber dass der Boden des Teichs voller Frösche ist, haben wir dabei nicht bedacht, also waren wir ganz schnell wieder draußen. Nichts gegen Frösche, aber wenn man sie nicht sieht, und nur das Krabbeln an den Füßen spürt, ist das gar nicht mehr so schön... trotzdem wars lustig.


14. Auch wenn man im Wald noch mehr Rücksicht nehmen muss, vor allem mit Hund, finde ich es toll, dass es wieder vermehrt Wölfe in Deutschland gibt und habe immer Angst, dass irgendwer einen erschießen könnte.

15. Vor einer Woche hatte ich ein ganz interessantes Erlebnis. Ich saß auf dem Balkon und habe auf einmal ein Tier gesehen, welches ich noch nie zuvor gesehen habe. Wie ein kleiner Kolibri schwirrte es über meinen Blümchen und schlürfte den Nektar. Dabei handelte es sich um ein Taubenschwänzchen, wie ich dann rausfinden konnte. Ein eigentlich nachtaktiver Schmetterling aus dem Mittelmeerraum, der immer häufiger auch bei uns zu sehen ist. Ein sehr niedliches Tierchen! Seitdem halte ich immer die Augen auf und hoffe, nochmal eins zu sehen ♥

Und wie sieht es bei euch aus, was sind eure Lieblingstiere?

Mittwoch, 7. Juni 2017

Depeche Mode

Und weiter geht´s mit einem kleinen Logbucheintrag, diesmal ein Ereignis, auf das wir schon ein paar Monate gewartet haben: die Global Spirit Tour von Depeche Mode.


Als die Tickets raus waren, haben wir sofort zugeschlagen, und diesmal zum Glück auch Stehplätze erwischt. Depeche Mode hören wir beide unheimlich gern, und das schon lange, daher mussten wir sie jetzt endlich mal besuchen. Und es war einfach nur genial! Das Konzert hat im Rheinenergiestadion in Köln stattgefunden, openair. Das Wetter war super, und es hat richtig Spaß gemacht. Endlich konnten wir Dave Gahans Tanzmoves mal live sehen. Der Mann ist so energiegeladen und hat eine unglaubliche Stimmung geschaffen; das Konzert war wie eine riesige Party. Ein paar Bilder sind auch entstanden, wenn auch leider manchmal verwackelt.
Hatte kein Zeit zum fotografieren, musste tanzen 💃


Freitag, 2. Juni 2017

Drachenfels

Meistens sind es die alten Steine, die mein Logbuch füllen, und jetzt kommen mal wieder ein paar dazu.


Im Siebengebirge bei Königswinter liegt der Drachenfels, und darauf das Schloss Drachenburg und die Ruine der Burg Drachenfels. Hier oben soll Siegfried aus der Nibelungensage den Drachen getötet haben. Und weil wir vor ein paar Tagen auch mal in der Nähe waren, mussten wir unbedingt dort hinauf. Wenn wir mehr Zeit gehabt hätten, wären wir gern gewandert, aber so sind wir einfach ganz bequem mit der Drachenbahn hoch gefahren. 


Ganz oben auf dem Berg liegt die Ruine der Drachenburg, umgeben von viel grün und einer wunderschönen Aussicht. Bei gutem Wetter kann man bis Köln sehen. An dem Tag war es leider eher diesig, aber die Aussicht war trotzdem grandios. Wenn es nach mir ginge, hätte es allerdings kein topmodernes Aussichtsplateau mit Restaurant dort oben gebraucht.


Mit dem Ticket für die Zahnradbahn haben wir auch sofort den Eintritt für das Schloss Drachenburg erworben, welches etwas weiter unten am Berg liegt, umgeben von einem wunderschönen Schlossgarten. Das Schloss habe ich schon öfter auf Bildern bewundert, und so aus der Nähe ist es wirklich beeindruckend.


Im Inneren kann man verschiedene Zimmer bewundern, das Schloss ist voller wunderschöner Gemälde, Buntglasfenster und historischer Einrichtung. Muss toll gewesen sein, so herrschaftlich zu leben, seinen Tee aus so erlesenem Porzellan zu trinken und dabei auf feinsten Stühlen zu sitzen. Wenn ich wählen könnte, würde ich mich allerdings eher für eine olle, gemütliche Räuberburg à la "Ronja Rövardotter" entscheiden 😏



Zuletzt haben haben wir noch eine lange, lange Wendeltreppe bezwungen, um einen Blick aus einem der Türme zu werfen. 


Jetzt sind wir wieder hier, in unserem eigenen alten Gemäuer, mit unseren eigenen alten Möbeln. Ist zwar nicht so imposant, aber Zuhause ist doch immer am schönsten ♥