Montag, 16. Oktober 2017

Herbstmagie

Dieses Jahr musste ich den Herbst gar nicht so sehr herbeiwünschen, irgendwie war der ganze Sommer schon herbstlich. Der Riesenkürbis im Garten hat dazu noch sein bestes getan, mich immer dran denken zu lassen, an die bunten Blätter, Pilze und nebligen Wälder. Vor ein paar Tagen haben wir ihn dann auch endlich mal geerntet, und jetzt ziert er unseren Wohnzimmertisch. Für eine Kürbiskutsche ist er nicht groß genug, aber als natürliche Herbstdeko macht er sich sehr gut.
Ich find ihn eigentlich fast zu schön zum schlachten.


Und die Pilze waren auch schneller da, als gedacht. Dieses Jahr haben wir uns mal näher damit befasst. Wenn man einmal ein paar Merkmale weiß, ist es auch gar nicht schwer, einige essbare Arten bestimmen zu können. Bei uns wachsen neben den ungenießbaren Pilzen und denen, die wir nicht mögen, vor allem Steinpilze, Waldchampignons und Maronenröhrlinge, welche man leicht mit dem zwar nicht schädlichen, aber sehr bitteren Gallenröhrling verwechseln kann. 
Hier Nummer 3 auf dem Bild:


Aber mittlerweile klappt es sehr gut mit der Bestimmung, und so gab es diesen Herbst schon ganz oft frische Waldpilzpfanne zum Abendessen. Und was man nicht essen kann, kann man ja wenigstens schön fotografieren. Ich finde, Pilze habe etwas magisches. Man vermutet direkt ein paar Feen, die sich unter ihnen verstecken. 


Ein Männlein steht im Walde, ganz still und stumm... 
Ich glaube, ich bin nicht die einzige, die jahrelang dachte, dieses Kinderlied würde einen Fliegenpilz besingen. Aber wenn man es mal bis zum Ende hört, weiß man, dass es sich um die Hagebutte handelt. Und trotzdem muss ich immer an dieses Lied denken, wenn ich einen Fliegenpilz sehe. Von diesen wunderschönen Zauberpilzen gibt es dieses Jahr sehr viele in unseren Wäldern. Ich finde sie unheimlich faszinierend, sie lassen einen irgendwie träumen, von Märchen und Feen. Ich freue mich immer, wenn ich welche finde, auch wenn es dann nur Bilder sind, die ich als Beute mit nach Hause nehme.


Und wenn man dann schon ein wenig angefröstelt nach Hause kommt, muss man sich ja irgendwie wieder aufwärmen. Also dachte ich mir, ich nehme mal ein wenig von meinem Lavendelkraut und mische ein schönes Badesalz. Es riecht wirklich gut, und ist ganz schnell gemacht. Man braucht nur Totes Meer Badesalz, Lavendelblüten und Blätter, und evtl. noch ein paar Tropfen ätherisches Lavendelöl, dann alles schön zusammenmischen und in hübschen Gläschen verpacken. Ich habe extra getrockneten und auch frischen Lavendel benutzt, damit die Duftstoffe in das Salz ziehen können. Es riecht wirklich ganz toll, und ich freu mich jetzt noch mehr auf die Badewanne :)


Natürlich gab es auch wieder ganz viel Brandmalerei in letzter Zeit. Aber heute zeige ich nur einen kleinen Raben, der auch vor ein paar Tagen schon losgeflogen ist ♥


Bald ist es ja schon wieder ein Jahr her, dass ich meinen kleinen Hexenshop eröffnet habe, so schnell vergeht die Zeit. In den nächsten Tagen wird es hier auch mal wieder eine Überraschung für euch geben ♥ Bis dahin wünsche ich euch einen märchenhaften Herbst!




Dienstag, 26. September 2017

Moths and Butterflies

Vor einigen Monaten habe ich bei Instagram an einem Gewinnspiel teilgenommen, und dort etwas ganz besonderes gewonnen. Ein Seelenportrait -ein digitales Bild, welches nur für mich gefertigt wurde. Rowan Lewgalon ist eine Meisterin darin, sie entwirft die verschiedensten Bilder, immer mit einem Hauch Magie und viel Feingefühl.
Und natürlich konnte ich es wieder nicht lassen und habe mein Seelenportrait auf eine Scheibe Birkenholz gebrannt.


Meine Seele gehört dem Holz, jetzt also auch im wahrsten Sinne. Aber so schlicht, wie es hier aussieht, ist das Bild gar nicht. Das Original steckt voller Details und ist in wunderschönen Farben gehalten. Ich finde es schon besonders, so etwas zu bekommen. So ein Bild, welches nur für mich entworfen wurde, und mich ja auch darstellt, also meine Seele. Dazu habe ich eine ausführliche Beschreibung von Rowan bekommen, was ich total spannend fand. Eine Hüterin alter Naturmagie und Geheimnisse bin ich, ein wenig verwoben zwischen den Welten. Und so sehe ich aus:


Mottenartig bin ich, ein wenig düster, einen Elfenstern auf der Stirn, und ich habe Flügel. Schade, dass ich die im echten Leben nicht auch habe... Ich liebe die Farben des Bildes, sie passen zum Herbst. Und Motten und Schmetterlinge haben für mich ja auch eine besondere Bedeutung. Die bunten und strahlenden Schmetterlinge, die man im hellen Sonnenschein findet, und im Gegenzug die Nachtschwärmer in ihren grauen Kleidern, immer auf der Suche nach dem Licht in der Dunkelheit. 


Letzten Freitag konnten wir ja schon wieder die Herbsttagundnachtgleiche feiern. So langsam verabschiedet sich das bunte Sommerleben wieder von uns, und damit auch die Schmetterlinge. Und von denen habe ich in diesem Jahr wirklich viele gesehen, und auch einige fotografiert. 
Also gibt es heute mal eine kleine Schmetterlingscollage, ein Abschiedsgruß an den Sommer und seine bunten Zauberwesen :)


Wenn ihr euch auch für ein Seelenportrait interessiert, oder wissen wollt, was Rowan Lewgalon noch alles anstellt, schaut mal hier vorbei: tir-anam oder Tir Anam bei Etsy
Vielleicht habt ihr ja auch bald Flügel :)
Einen wunderschönen Start in den Herbst wünsche ich euch ♥


verlinkt beim creadienstag

Freitag, 1. September 2017

Das dunkle Herz des Waldes

Schon wieder ein Brief von der Bücherei. Wieder mal Strafgeld für mich. Aber ich wollte "Das dunkle Herz des Waldes" doch noch unbedingt fotografieren, bevor ich es wieder abgebe. Jetzt kostet es tatsächlich schon Geld, wenn man seinen Blog verschludert.
Aber ich bin den Leuten von der Bücherei gar nicht böse, denn es ist schon super, wie sie sich ins Zeug legen. "Das dunkle Herz des Waldes" von Naomi Novik haben sie extra angeschafft, weil ich danach gefragt hatte. Im Internet war ich darüber gestolpert, und das Buch hatte so viele gute Rezensionen, dass ich es auch unbedingt lesen musste. Und natürlich hat mich der Name sofort angesprochen.


Bei der Geschichte handelt es sich um einen Phantasieroman, ein phantastisches Märchen. Bei Fantasy bin ich immer etwas vorsichtig. Ich mag es nicht so, wenn ich zu schnell in eine zu fremdartige Welt geworfen werde, oder wenn ich in den ersten 10 Seiten eines Buchs schon mit 12 gleich klingenden, andersartigen Namen konfrontiert werde. 
Bei diesem Buch ist das aber gar nicht so. 

Zur Handlung:
In einem kleinen beschaulichen Tal leben die Menschen ihr einfaches und glückliches Leben, welches nur davon getrübt wird, dass der dunkle Wald immer wieder seine dunklen Schatten verbreitet. Es gibt mehrere kleine Dörfer in dem Tal am Wald, welche alle unter dem Schutz des Drachen stehen. Nur er kann die bösen Mächte des dunklen Waldes aufhalten und die Dorfbewohner schützen. Aber der Drache ist kein Drache, sondern nur ein Mann -ein Magier, welcher allein in einem Turm lebt. Alle zehn Jahre wählt er sich ein Mädchen aus einem der Dörfer, welches dann zu ihm in den Turm zieht, und danach ganz verändert ist. Niemand weiß, was dort mit den Mädchen geschieht. Dieses mal fällt die Wahl auf Agnieszka, welche gar nicht darauf vorbereitet war, da sonst immer die schönsten und stärksten Mädchen gewählt werden. Ihre schöne Freundin Kasia hatte sich schon ihr ganzes Leben auf diese Bürde vorbereitet. Agnieszka hingegen ist ein wildes Mädchen, welches sich immer draußen herumtreibt, in zerrissenen und beschmutzten Kleider herumläuft, und ein wenig tollpatschig ist. Im Turm angekommen, fürchtet sie sich natürlich vor dem Drachen und versucht, ihm aus dem Weg zu gehen. Doch alles kommt ganz anders, als man vielleicht denken mag. Denn der Drache wählt seine Mädchen nicht nach Schönheit, sondern er sucht sich das Mädchen, welches den Funken der Magie in sich trägt.


Dieses Buch musste ich unbedingt hier vorstellen, weil es wirklich das beste ist, was ich in letzter Zeit gelesen habe. Es hat mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt und war auch nicht vorausschaubar. Die Charaktere sind besonders, und vor allem Agnieszka habe ich ganz schnell ins Herz geschlossen. Die Geschichte ist in der Ich-Perspektive geschrieben, aus der Sicht von Agnieszka. Teilweise lustig, teilweise ironisch, musste ich doch immer wieder schmunzeln über ihre Gedanken. Sarkan hingegen, der Drache, ist ein grummeliger, in sich gekehrter Typ, vor dem man fast erstmal Angst kriegen könnte. Die Geschichte entwickelt sich nach und nach und wird immer spannender und größer. Man blickt nicht sofort durch, was es mit dem dunklen Wald, dem Drachen und dem Tal auf sich hat. Die Geschichte ist sehr schlau gemacht, es fließen dabei nach und noch noch einige andere Komponenten mit ein. Die Magie spielt eine große Rolle, und zum Ende hin wird alles ziemlich episch. Ich mag an der Geschichte besonders, dass nicht immer alles sofort so ist, wie es scheint, und das nicht alles nur gut oder böse ist, sondern dass es auch ein Dazwischen gibt, und Gründe, warum etwas ist, wie es ist. 
Es ist schwierig, nicht zu viel zu verraten, denn das wäre wirklich schade. Ich kann das Buch sehr weiterempfehlen, und wenn man "Der Herr der Ringe" mag, ist man hier auf jeden Fall richtig. 
Wenn dieses Buch mal verfilmt werden sollte, bin ich die erste, die im Kino sitzt. Aber erstmal darf es wieder zurück in die Bücherei, und ich überlege mir, ob ich es mir nicht selbst mal zulege.
Ein wunderschönes Wochenende wünsche ich euch ♥


Mittwoch, 16. August 2017

Aus dem Garten

Mitten drin stecken wir, im August, dem Erntemonat. Jetzt können wir ernten, was wir im Frühjahr gesät haben, und dank dem wechselhaften Sommer mit seinen vielen Regenduschen ist das einiges. Ich dachte mir, ich berichte mal ein wenig aus dem Garten.


Schon im Frühjahr, als der Boden fast noch zu hart war, hatte mein Mann in unserem Garten ein Beet angelegt, und sogar passende Zäune dafür gebaut. Mittlerweile hat er sich zu einem echten Gärtner entwickelt, und ich zu einer Köchin für vegetarische Hausmannskost. Wir waren uns anfangs nicht sicher, ob in unserer Erde Gemüse gut wachsen würden, und ob wir nicht vielleicht unerwünschte Besucher bekommen würden, Schnecken zum Beispiel. In den letzten Jahren hatten wir nur ein wenig Gemüse auf dem Balkon in kleinen Holzkästen gezogen, alles recht übersichtlich. Dieses Jahr sollte die Ernte jedoch etwas größer ausfallen. Ein wenig Hühnermist im Gießwasser ist gut für den Boden, haben wir gelesen. Und da ist was dran. Aber etwas anderes als diesen natürlichen Dünger haben wir nicht benutzt, alles bio :) Zu Anfang konnten wir die kleinen Pflänzchen im Beet noch kaum vom Unkraut unterscheiden, es war kaum zu glauben, dass uns das mal ernähren soll. Zur Zeit können wir jeden Tag etwas neues ernten, für zwei Personen mehr als genug!


Ich wusste nicht, wie unheimlich gut es duftet, wenn man Möhren aus der Erde zieht, erdig und wurzelig und möhrig ♥ Anfangs gab es nur ein paar vereinzelte, und einige Zeit später waren sie alle gleichzeitig fertig. Und da geht es dann los mit den Überlegungen, was wir damit anstellen. Denn nicht nur Möhrchen, sondern auch Zucchinis und Kohlrabis haben wir zuhauf.
Wir hätten sie auch schon früher ernten können, aber wie schnell sind ein paar Tage vergangen...und so hatten wir auf einmal Riesenzucchinis. Die erste wog knapp 3 kg, und kurz danach folgte dann die zweite, mit fast 4 kg. 


Der Hund ist auch immer sehr angetan von dem Gemüse, aber genau aus diesem Grund gibt es ja die Zäune. Zwischendurch bekommt sie auch mal ein Möhrchen, und um den Rest muss ich mir dann Gedanken machen wegen der Zubereitung. 
"1001 Zubereitungen für Zucchini" wäre fast der Titel eines Kochbuchs geworden, das ich schon schreiben wollte. Wo ich sonst drei kleine Zucchini für einen Auflauf gekauft hatte, kann ich jetzt drei große Aufläufe aus nur einer Zucchini machen. Aber auch Gemüsepfannen, Eintöpfe, Salate, gefülltes Gemüse, und selbstgemachten Aufstrich gibt es in letzter Zeit bei uns. Ein schönes Gefühl, sich aus dem eigenen Garten ernähren zu können. 


Und das Gemüse schmeckt nicht nur frisch und lecker, sondern auch irgendwie nach dem Leben, wie es früher gewesen sein muss. Essen, was grad da ist, und wenn viel davon da ist, gibt es am nächsten Tag eben nochmal Eintopf, oder wir nehmen den Rest mit zur Arbeit. Man braucht schon Zeit für so ein Beet, und wenn man dann ernten kann, muss man auch dranbleiben, um alles zu essen und nichts wegzuschmeißen. Mal eben schnell nach einem stressigen Arbeitstag ein paar Brötchen futtern? Führt dazu, dass man etwas wegschmeißt. Und wenn man mal selber ein wenig Liebe und Energie in so eine Gemüsepflanze gesteckt hat, schmeißt man sehr ungern etwas weg. Früher hatten die Leute Angst um ihre Ernte, Angst vor dem Verhungern. Wir müssen uns erst wieder dran gewöhnen, nicht zu viel zu kaufen -nur das, was wir wirklich brauchen. Ich habe selber an mir gemerkt, wie sehr ich darauf getrimmt bin, schnell noch einkaufen zu fahren nach der Arbeit. Es ist wie eine kleine Umstellung.
Jetzt frage ich mich, was wohl grade reif ist, und was ich daraus machen kann.

die kleinen Paprika wachsen auch schon ganz fleißig

Heutzutage ist ja alles darauf ausgelegt, dass es schnell geht. Und das muss es ja leider meistens auch. Arbeiten gehen, nachmittags nach Hause kommen, schnell etwas essen oder essen gehen, und dann den Ausgleich für sich suchen. So läuft es ja oft ab. Und so kauft man dann eben schnelles Essen und irgendwelchen unnötigen Kram, von dem man glaubt, dass er glücklich macht. Es ist schon irgendwie ein komischer Kreislauf, in dem wir stecken.
Natur gehört für viele nicht mehr dazu, und Essen muss möglichst billig sein und schnell gehen.

Brombeeren ♥ Dieses Jahr scheint es wirklich viele zu geben, bei uns sind die Sträucher voll davon.

Ich bin schon gespannt, wie es weitergeht, in unserm kleinen Grabebeet. Huuhhh, ein Reim 😏
So langsam wird es mir schon wieder so ein bisschen herbstlich, und ich freu mich schon wieder sooo auf Kürbissuppe. Ein paar Hokaidos warten schon, und natürlich der eine, der Riesenkürbis. Aber der darf noch wachsen, wir wollen mal schauen, wie groß er wohl wird. 
Kürbiskutsche und so.


Meinen Gemüseauflauf schicke ich heute mal wieder zu EinfachNachhaltigBesserLeben .

Lasst es euch gut gehen ♥