Dienstag, 6. Dezember 2016

Holz, Feuer und Frost

Die Zeit ist so schnell vergangen, das Jahr neigt sich schon wieder dem Ende zu. Und ohne es zu merken habe ich eine kleine Blogpause eingelegt. Aber es war einfach so viel los. Und außerdem hat mein Laptop den Geist aufgegeben, obwohl es grade mal ein Jahr alt war. Ich bekomme zwar ein Neues, aber das dauert erstmal ein paar Tage. Auch wenn Technik für mich nicht lebensnotwendig ist, ist es doch ziemlich blöde, wenn sie auf einmal nicht mehr da ist. Meine ganzen Fotos sind verloren, und die meisten Sachen regele ich momentan nur von meinem Handy aus. Sogar Bilder bearbeiten und Briefe ausdrucken kann man mit dem Handy, kaum zu glauben. Aber so eine kleine Computerpause tut ja auch mal ganz gut.
Mehr Zeit, den Winter zu genießen ✴


Und ich muss mich jetzt erstmal noch für euren guten Wünsche für meinen Shop bedanken. Ich habe da schon einige Dinge in die Welt hinaus schicken dürfen und ich freue mich wirklich jedes mal, wenn wieder ein Stück ein neues Zuhause findet. Es macht wirklich Spaß, meine Ideen umzusetzen und mich mit dem wundervollen Material Holz zu beschäftigen. Das ist einfach entspannend, irgendwie ein Ausgleich zu meiner normalen Arbeit.
Holz und Feuer waren also meine Elemente in der letzten Zeit, und dazu Wintertee, selbstgebackene Plätzchen und viele schöne Stunden im frostigen Wald...


Zwei hölzerne Dinge, die mir besonders ans Herz gewachsen waren, zeige ich hier auch nochmal. Da gab es nämlich wieder einen Lebensbaum...


...und Tiere in einem magischen Wald.


Aber da war ja auch noch ein Tausch. Die liebe Frau von Nachtschatten von meineschwarz-buntewelt.blogspot.de hat mir ein paar wunderschöne Armstulpen genäht <3 Vielen Dank nochmal dafür!


Im Gegenzug hatte ich eine gebrandmalte Baumscheibe auf die Reise geschickt. Ein Bild gibt es nicht mehr, das ist gemeinsam mit meinem Laptop in die ewigen Jagdgründe eingegangen. R.I.P. Aber was soll´s, es lohnt sich nicht, um die alten Fotos zu trauern. Es gibt da genug schöne Bilder im Hier und Jetzt, und es kommen immer wieder neue Augenblicke dazu :)  


verlinkt beim Creadienstag 

Donnerstag, 17. November 2016

Ein Zipfelschal und ein Upcycling

Um die Statistik zu beschönigen, kommt hier auch mal wieder ein kleiner Eintrag über etwas Genähtes. Nichts Aufwendiges, nur ein kleines Upcycling und etwas Altes.


Aber vielleicht gibt es ja noch jemanden, der einen viel zu kleinen Strickpulli hat und nicht weiß, was er damit machen soll. Mein Strickpulli war ja erstmal gar nicht zu klein. Er war nur leider knallrot, und lag deswegen lange, lange in meinem Schrank. Irgendwann kam ich dann auf die glorreiche Idee, ihn schwarz zu färben. Da hätte ich wohl mal besser aufpassen sollen, denn nach dem Färben war mein Pulli winzig klein...und immernoch rot...


Irgendwie hat mich das doch sehr geärgert, weil der Pulli noch ziemlich neu war. Ich wollte nicht einfach aufgeben und ihn wegschmeißen, also habe ich ihn zerschnitten und einen Strickrock mit passenden Armstulpen daraus gemacht.


So ein bisschen gefärbt hat die Textilfarbe ja schon, der Strick ist nicht mehr so ganz knallig rot. Die Farbe ist soweit in Ordnung, dass sie mich beim anschauen nicht mehr auf die Palme bringt und ich Rock und Stulpen sogar auch ab und zu trage. Zum Spazierengehen mit dem Hund hält beides nämlich schön warm. Der Hund wollte heute mal mit aufs Foto. Es ging ja ab in den Wald, und das hat sie schon gerochen und konnte es wieder gar nicht abwarten. 
Wie durchschaubar wir Menschen doch sind!


Aber ein richtig echtes selbstgenähtes Teil gibt es auch noch heute, nämlich meinen Zipfelschal. Das ist allerdings schon zwei, drei Jährchen her, das ich den genäht habe. Aber hier hatte ich ihn noch gar nicht gezeigt, obwohl ich ihn wirklich sehr gern trage. Und ich finde, dass er ganz gut zu dem zerschnittenen roten Pullover passt, daher trage ich das gern zusammen.


Das Schnittmuster ist wirklich einfach, ich hatte es mir damals selbst zurechtgebastelt. Ich hatte mir auch eigentlich noch mal so einen Zipfelschal nähen wollen, aber wie das dann immer so ist....


Jetzt wünsche ich euch aber erstmal noch einen schönen Tag, und mache mal wieder bei rums und beim upcycling mit.

Freitag, 11. November 2016

The Cure

Ein Jahr lang hatten wir die Tickets nun hübsch im Bilderrahmen in der Küche stehen und gestern Abend war es dann endlich soweit: The Cure sind in Köln in der Lanxessarena aufgetreten. Der Abend war einfach schön, Robert Smith und seine Kollegen haben alles gegeben. Die Stimmung war mitreißend und sie haben von den bekannten Liedern bis hin zu den B-Seiten wirklich viel und lange gespielt. Meinetwegen hätten sie die ganze Nacht lang weiterspielen können, aber der schönste Abend ist leider irgendwann vorbei. Wenigstens bleiben uns noch ein paar Bilder ♥



Donnerstag, 10. November 2016

Baumbart

Die Augen alt und weise, die Rinde rauh im Wind.
So lauscht er still und leise 
den Stimmen, die da sind.


Der Brandmalkolben und ich sind ziemlich eng miteinander in letzter Zeit.
Es macht mir unheimlich Spaß, meinen Shop zu füllen mit neuen Sachen. Und es ist auch so gemütlich, bei dem Wetter in der warmen Küche zu sitzen und zu brandmalen, mit Tee und Hörbuch und Schneeregen hinter dem Fenster. Eine Sache habe ich auch für unser eigenes Zuhause fertig gestellt. Vor einiger Zeit hatte ich hier doch mal etwas von dem Birkenstamm erzählt, der bei uns im Flur steht. Wir hatten uns damals aber nicht nur die Birke mitgenommen, sondern auch noch eine ziemlich große, schräge Baumscheibe. Dieses Stück Holz rief einfach nur so nach einer Brandmalerei. Die große freie Fläche und darunter die abfallende Rinde, das musste einfach ein Gesicht werden.


Ein Baum, ein Bart, ein Gesicht -natürlich ist es der gute Herr Baumbart geworden. Ich mag ihn einfach, den gutmütigen Ent aus "Der Herr der Ringe". Das Holzstück ist schon fast zu perfekt gerundet für ihn, normalerweise hat er ja mehr Ecken und Kanten und wirkt noch grantelbartiger.


Aber ich bin zufrieden mit ihm. Außerdem ist er bis jetzt mein größtes Brandmalprojekt. Er ist schon ziemlich wuchtig, ganze siebzig Zentimeter ist das Baumstück lang. Aber so aufwändig, wie ich mir das Projekt anfangs vorgestellt hatte, war es gar nicht. Ich habe es ruhig angehen lassen, zwischendurch lag der Ent ein paar Wochen in der Ecke und hat geruht.
Aber das ist es ja, was Ents so gut können: abwarten.


Die gröbsten Linien hatte ich von einem Bild übernommen, und dann habe ich mal einfach drauflos gebrannt, immer mit einem Auge auf dem Baumbartbild.


Und heute habe ich dann mal endlich die letzten paar Schatten gemalt und finde, er ist jetzt fertig.
Jetzt müssen wir uns nur noch überlegen, wo wir ihn aufhängen.
Es sieht ganz so aus, als würde sich unser Haus mit der Zeit in einen Wald verwandeln.
Aber im Wald ist es immer schön, also warum auch nicht?


verlinkt bei rums und upcycling